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Unterrichtspraktikum - Induktionsphase Übergangsregelungen

Hier zum Skriptum UP-Info 2018 für Unterrichtspraktikanten!

Übergangsregelungen Lehramt alt/neu, Unterrichtspraktikum, Induktionsphase

Folgende  Übergangsregelungen für Lehramt alt (Magisterium) / Lehramt neu (Bachelor/Master) gelten im Zuge des Auslaufens des Unterrichtspraktikums (31.8.2019) und der Einführung der Induktionsphase (1.9.2019):

1. Lehramtsstudium alt mit Magisterium (in 2 Fächern)
a) LA alt ohne Absolvierung des UP
AbsolventInnen eines „Lehramtsstudiums alt“ in 2 Fächern ohne absolviertes Unterrichtspraktikum erfüllen mit ihrem Abschluss die Voraussetzungen für das neue Lehrerdienstrecht. Sie müssen ab 1.9.2019 anstatt des Unterrichtspraktikums die Induktionsphase absolvieren.

b) LA alt mit Absolvierung des UP spätestens im Schuljahr 2018/2019 AbsolventInnen eines „Lehramtsstudiums alt“ mit absolviertem Unterrichtspraktikum erfüllen die Voraussetzungen für die Aufnahme ins neue Lehrerdienstrecht. Die Bestimmungen über die Induktionsphase sind auf sie nicht anzuwenden.

c) LA alt ohne UP, mit 2 Jahren Unterrichtstätigkeit (Vollbeschäftigung) VertragslehrerInnen, die ein „Lehramtsstudium alt“ absolviert haben und eine Verwendung von mind. 2 Jahren Vollbeschäftigung an einer höheren Schule aufweisen (etwa in l2b1), sind (anschließend) in die Entlohnungsgruppe l 1 einzureihen. Sie müssen das UP nicht absolvieren.

2. Lehramtsstudium neu mit Bachelor-/Masterabschluss
AbsolventInnen eines „Lehramtsstudiums neu“ mit Bachelor-/Masterabschluss können in das alte Dienstrecht in die Entlohnungsgruppen l 1 (Mastergrad) bzw. l 2a 2 (Bachelorgrad) eingereiht werden.

Bachelor-/Masterabsolventen, die vor dem 1.9.2019 den Dienst antreten und 
  • in das neue Dienstrecht „pd“ eintreten, haben keine Induktionsphase zu absolvieren. 
  • in das Dienstrecht „alt“ eintreten, haben keine Induktionsphase (gibt es erst ab 1.9.2019) und kein UP (gesetzlich nicht vorgesehen) zu absolvieren.



Auszug aus Unterrichtspraktikumsgesetz (UPG)

Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudien werden durch das Unterrichtspraktikum (UP) in das praktische Lehramt eingeführt; gleichzeitig erweisen sie dadurch ihre Eignung für den Lehrberuf. Durch das UP wird lediglich ein Ausbildungsverhältnis begründet; das absolvierte UP ist Anstellungserfordernis. Auf Zulassung zum UP besteht Rechtsanspruch (MVBl. 2/88).

Das UP besteht aus der Einführung in das praktische Lehramt an der Schule und aus einem Lehrgang am Pädagogischen Institut (nach MVBl. 53/88, 108/88 und 73/89).

Dauer: ein Jahr; Beginn mit dem Einführungskurs am PI (einige Tage vor Beginn des Schuljahres).

Achtung: Beim AMS arbeitslos melden, wenn zwischen dem Ende des Unterrichtspraktikums (etwa 31. August) und einer eventuell anschließenden Anstellung eine zeitliche Lücke besteht, auch wenn es nur einige Tage sein sollten!

Die Zuweisung auf einen Praxisplatz erfolgt nach Antrag durch den LSR.

An der Schule obliegen der Praktikantin / dem Praktikanten folgende allgemeine Pflichten:

1.   Die Unterrichtserteilung am Praxisplatz (möglichst selbstständige Führung je einer Klasse in jedem Unterrichtsbereich, für den das Lehramtsstudium abgeschlossen wurde); dabei besondere Betreuung und Beaufsichtigung durch Betreuungslehrer/in.

2.   Die Beobachtung des Unterrichts in anderen Klassen der Betreuungslehrerin / des Betreuungslehrers (durchschnittlich zwei Wochenstunden, maximal fünf).

3.   Die Supplierung für vorübergehend abwesende Lehrer/innen seiner Unterrichtsbereiche.

4.  Die Teilnahme an Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen im Zusammenhang mit den von Praktikant/innen unterrichteten Gegenständen.

Besondere Pflichten der Praktikant/innen:

Mitwirkung an den von Betreuungslehrer/innen festgelegten Vor- und Nachbesprechungen des Unterrichts; Führung schriftlicher Unterrichtsvorbereitungen und der Themenstellungen für Schularbeiten sowie beabsichtigter Leistungsbeurteilungen von Schularbeiten, für den Unterrichtsgegenstand zum Ende des ersten Semesters und für die Schulstufe. Die Vorlage hat so rechtzeitig zu erfolgen, dass Betreuungslehrer/in noch Änderungen vornehmen kann.

Die Beendigung des UP kann durch Austritt, aber auch wegen Pflichtverletzung (z. B. insgesamt drei Tage ungerechtfertigtes Fernbleiben) vorzeitig erfolgen. Bei krankheitsbedingter Beendigung des UP während des 2. Semesters gebührt im Falle einer neuerlichen Zulassung der Ausbildungsbeitrag während des gesamten 2. Semesters.

Abgeltung für Praktikant/innen: 

50 v. H. des jeweiligen Monatsentgeltes eines VL IL/l1, Entlohnungsstufe 1, Kinderzulage sowie Sonderzahlungen (praktisch 13. und 14. Ausbildungsbeitrag). Bei Zuweisung an mehrere Schulen Vergütung der dadurch entstandenen Mehrauslagen an Fahrtkosten. Reisekostenvergütung für Fahrten zum Pädagogischen Institut.

Am Ende des Praktikums hat die Schulleitung (= Vorgesetzte/r des UP) ein Zeugnis auszustellen, in dem festgehalten wird, ob Praktikant/in den zu erwartenden Arbeitserfolg durch besondere Leistung erheblich überschritten oder aufgewiesen oder nicht erbracht hat. Grundlage für dieses Zeugnis sind Berichte der Betreuungslehrer/innen, der Abteilungsleiterin / des Abteilungsleiters des PI (für den Lehrgang), Berichte der Schulinspektion bzw. eigene Wahrnehmungen der Dienststellenleitung.

Betreuungslehrer/in:

Betreuungslehrer/in wird als besonders qualifizierte/r Lehrer/in auf eigenen Antrag vom LSR bestellt. (Voraussetzung: bereits Tätigkeit als einführende/r Lehrer/in oder Lehrgang am PI gem. MVBl. 53/88).

Abgeltung: Betreuungslehrer/in erhält als quantitative Komponente die Stunden, die Praktikant/in selbstständig unterrichtet, zur Gänze in eigene Lehrverpflichtung eingerechnet sowie gemäß GG § 63 bzw. VBG § 41/4 als qualitative Komponente 15% des Differenzbetrages zwischen L1/l2 und LPA/l1. Der Betrag erhöht sich auf 20%, wenn Praktikant/in vier Wochenstunden unterrichtet, auf 25%, wenn er/sie fünf Wochenstunden unterrichtet. Die qualitative Abgeltung gebührt während der gesamten Dauer des UP, also 12-mal im Jahr.
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Johann Oberlaber,
04.11.2018, 05:35