NOST - Evaluierung

veröffentlicht um 13.10.2019, 10:28 von Johann Oberlaber   [ aktualisiert: 13.10.2019, 10:34 ]
Trotz sich mehrender Anzeichen, dass viel Schulen und besonders natürlich die Schülerinnen und Schüler im Detail mit der ursprünglich wohl gutgemeinten Idee der Semestrierung Schwierigkeiten bekommen würden, sollte die NOST über alle Oberstufen gestülpt werden. 

Die Kritikpunkte der BMHS Lehrergewerkschaft wurden jedoch nach zahlreichen Gesprächen mit dem Ministerium ernst genommen. 

So ermöglichte das Ministerium eine weitere Verschiebung des Einstiegs, ja sogar die Möglichkeit des Wiederausstieges wurde geschaffen. 

Dass zahlreiche Schulen von dieser Option gebrauch machten, zeigt die Richtigkeit dieser Entscheidung und der Vorgangsweise der Standesvertretung. Damit wurde ein wichtiger Schritt dahin getan, dass Autonomie nicht nur ein Schlagwort ist, sondern eine Basis um die für die Schule wichtigen und richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Es war und ist der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in dieser Angelegenheit nie ein Anliegen, ideologiegesteuerte Bildungsprojekte zu fördern oder sie zu behindern, es geht uns rein um die Vertretung der Interessen der Lehrerinnen und Lehrer, die hier eins sind mit denen unserer Schulen.

Weiters wurden die Ergebnisse der von der Bundesleitung der BMHS Gewerkschaft  durchgeführter Befragungen nach und nach vom Ministerium (BM Heinz Faßmann) anerkannt und es wurde festgelegt, dass die NOST bis Ende 2019 zu evaluieren ist. 

In diese Evaluierung wurden nach weiteren Interventionen alle Betroffenen einbezogen, nicht nur wie anfangs geplant die "Best-Practice-Schulen". Sowohl Schulen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, als auch Schulen, die die NOST nicht zur Anwendung brachten, nahmen an der flächendeckenden Erhebung teil. So wurden auch jene Schulen befragt, die gar nicht erst eingestiegen waren. Die Ergebnisse müssen ernst genommen werden und zu einer Verbesserung des Systems führen.

Die FCG-geführte BMHS Gewerkschaft wird sich weiterhin massiv dafür einsetzen, dass die nächste Regierung die Evaluationsergebnisse umsetzt  und die verbesserte Form der Neuen Oberstufe in die Autonomie der Schule verlagert wird.
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