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Sonderurlaub

Nachzulesen unter BDG §74 / VBG § 29 a

(1) Der/Dem Beamtin/Beamten kann auf ihr/sein Ansuchen aus wichtigen persönlichen oder familiären Gründen oder aus einem sonstigen besonderen Anlass ein Sonderurlaub gewährt werden.

(2) Für die Zeit des Sonderurlaubs behält die/der Beamtin/Beamte den Anspruch auf die vollen Bezüge.

(3) Der Sonderurlaub darf nur gewährt werden, wenn keine zwingenden dienstlichen Erfordernisse entgegenstehen und darf die dem Anlass angemessene Dauer nicht übersteigen.

(4) Die Gewährung eines Sonderurlaubes, der ununterbrochen mehr als drei Monate dauern soll, bedarf der Zustimmung des Bundesministeriums für Finanzen.

Dies gilt auch analog für Vertragsbedienstete nach dem Vertragsbedienstetengesetz (VBG) § 29 a

Der Antrag ist schriftlich an der Dienststelle zu stellen.

Ablehnung des Sonderurlaubs

Wird ein Sonderurlaub abgelehnt – z.B. für eine Ausbildung – und Ihnen ein Karenzurlaub unter Entfall der Bezüge vom Landesschulrat angeboten, so können Sie sich beim Fachausschuss oder beim Landesschulratsjuristen, über die negativen Auswirkungen dieses Karenzurlaubs informieren.

Dauer - Rundschreiben des Bundeskanzleramtes vom 25. Mai 2004

Grund des Sonderurlaubes Tage
Übersiedlung
bis 80 km 2
über 80 km 3
Verehelichung
eigene 3
nahe Angehörige 1
Geburt eines Kindes
Niederkunft der Gattin oder der Lebensgefährtin im gemeinsamen Haushalt 2
Todesfälle
Naher Angehöriger (Blutsverwandte) im gemeinsamen Haushalt (Ehegattin, Lebensgefährten/in, Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern, Enkelkinder) 3
nahe/r Angehörige/r nicht im gemeinsamen Haushalt (Ehegatten/in, Lebensgefährten/in, Eltern, Kinder, Geschwister, Großeltern, Enkelkinder, Tante, Onkel, Stiefeltern, Stiefgeschwister, Urgroßeltern) 1
Erledigung der Amtswege bei Blutsverwandten zusätzlich 1 Tag
Silberhochzeit der/s Bediensteten 1

Genehmigung eines Sonderurlaubes:

bis zu 5 Tagen: Direktor/in (Mitwirkungsrecht der PV bei mehr als 3 Tagen)

bis zu 3 Monaten: Landesschulrat

darüber hinaus Bundesministerium für Finanzen