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Pension für Vertragslehrer/innen

Siehe dazu auch: Sonderausgabe Standpunkt - Pensionsmodelle 


Das frühest mögliche Pensionsantrittsalter  hängt vom Geburtsdatum und von der Anzahl der Versicherungsjahre ab.

Die bereits erworbenen Versicherungszeiten sollten im Rahmen der Erhebung zum Pensionskonto beim Pensionsversicherungsträger aufliegen und abfragbar sein. Einsprüche zu den erhobenen Zeiten sind noch bis 31. Dezember 2016 möglich!

Personen, die vor dem 1.1.1955 geboren sind, erhalten eine reine ASVG-Pension.

Für Personen, die ab dem 1.1.1955 geboren sind und die bereits vor dem 1.1.2005 versichert waren, ergibt sich der Pensionswert aus der sogenannten "Parallelrechnung" = ASVG-Pension und nach den Bestimmungen des Allgemeinen Pensionsgesetzes (APG).
Sie können bei Ihrem Versicherungsträger eine Kontomitteilung zum Pensionskonto beantragen.

Eine Frist für den Antrag zur einvernehmlichen Lösung des Dienstverhältnisses gibt es nicht, Sie darf jedoch nicht in der Vergangenheit liegen. Anträge auf die einvernehmliche Lösung aufgrund Pensionierung werden vom LSR immer genehmigt, sofern von der Schule keine Einwände erfolgen.
Vom LSR wird die Form der einvernehmlichen Lösung gegenüber der Kündigung durch den Dienstnehmer wegen Pensionierung bevorzugt, damit eben die Kündigungsfristen von beiden Seiten nicht eingehalten werden brauchen.

Alterspension (Regelpensionsalter)

Das derzeitige Antrittsalter der Frauen für die Gewährung einer Alterspension - 60. Lebensjahr - wird beginnend mit 01.01.2024 schrittweise (bis zum Jahr 2033: Anhebung um 6 Monate pro Jahr) an jenes der Männer - 65. Lebensjahr - herangeführt. Das bedeutet, dass Frauen mit einem Geburtsdatum ab 02.12.1963 bereits ein erhöhtes Antrittsalter für die Alterspension haben.

Tabelle: Anhebung Pensionsantrittsalter Frauen

Berechnen Sie Ihr Regelpensionsalter!


Anrechnung von Kindererziehungszeiten

Pragmatisierte: Hier gilt die Parallelrechnung. Der Ruhestandsbezug wird somit nach einem bestimmten Rechenverfahren aus dem Pensionsgesetz und dem Allgemeinen Pensionsgesetz ermittelt:
Nach dem PG werden Kindererziehungszeiten gem. MSchG / VKG für Geburten bis zum 30.6.1990 mit maximal einem Jahr angerechnet. Für Geburten ab 1.7.1990 sind es maximal zwei Jahre (Mehrlingsgeburten max. 5 Jahre) je Kind.

nach dem APG sind es maximal 4 Jahre.

Vertragsbedienstete: Nach dem APG, maximal 4 Jahre je Kind (bei Mehrlingsgeburten nach dem ASVG maximal 5 Jahre).

Der Durchrechnungszeitraum für die Berechnung der Pensionshöhe verkürzt sich um 3 Jahre je Kind, wobei für die Durchrechnung 15 Jahre an Versicherungszeiten erhalten bleiben müssen. (Gilt für Pragmatisierte und Vertragsbedienstete)


Korridorpension

Pensionsantritt ab Vollendung des 62. Lebensjahres, daher für alle Männer eine Möglichkeit.
Für Frauen erst ab dem Jahr 2028 von Interesse, da bis dahin entweder eine Alterspension oder eine vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer in Anspruch genommen werden kann.

Anspruchsvoraussetzung für Korridorpension:

  • ab 2017 mindestens 480 Versicherungsmonate (= 40 Jahre)
  • keine weitere Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung sowie keine sonstige selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit mit einem monatlichen Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 415,72 vorliegt [Stand 2016].


Vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer:

Frauen, die bis zum 31.12.1959 geboren sind und 40 Beitragsjahre haben

Männer, die bis 31.12.1954 geboren sind und 45 Beitragsjahre haben

können vorzeitig in Pension gehen.

Beitragsjahre: Pflichtversicherungsmonate, freiwillige Versicherung, eingekaufte Schul- und Studienmonate, und

dabei sind

  • bis zu 60 Ersatzmonate für Kindererziehungszeiten,

  • Ersatzmonate für Zeiten des Wochengeldbezuges, sofern sie sich nicht mit Kindererziehungszeiten decken sowie

  • bis zu 12 Ersatzmonate für Zeiten des Präsenz- oder Zivildienstes

wie Beitragszeiten zu berücksichtigen.

Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension

Berufsunfähigkeit

Unter diesem Begriff, der für Angestellte gilt, ist die Minderung der Arbeitsfähigkeit infolge Krankheit um mehr als die Hälfte gegenüber einem/einer gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung zu verstehen. Grundlage für die Entscheidung, ob Berufsunfähigkeit vorliegt, bildet eine ärztliche Begutachtung.


Berufsunfähigkeitspension Geburtsjahrgänge bis 1963

Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, kein Anspruch auf eine berufliche Rehabilitation besteht bzw. eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist, Berufsunfähigkeit vorliegt und diese voraussichtlich mindestens 6 Monate andauert. Eine Zuerkennung erfolgt im Regelfall nur für einen befristeten Zeitraum (maximal 2 Jahre). Eine Weitergewährung über diesen Zeitraum hinaus ist zu beantragen. Ist keine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten, erfolgt eine unbefristete Zuerkennung.

Berufsunfähigkeitspension Geburtsjahrgänge ab 1964

Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist und Berufsunfähigkeit voraussichtlich dauerhaft vorliegt. Liegt Berufsunfähigkeit vorübergehend für mindestens 6 Monate vor, sind Maßnahmen der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation vorgesehen, während derer Rehabilitations- oder Umschulungsgeld gebührt.


Hinterbliebenenpension:

In der Pensionsversicherung wird zwischen Eigenpensionen (Leistungen, die aus einem eigenen Versicherungsverhältnis gebühren) und Hinterbliebenenpensionen (Leistungen, die aus dem Versicherungsverhältnis eines/einer Verstorbenen entstehen) unterschieden.

Hinterbliebenenpensionen

  • Witwen(Witwer)pension
  • Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen
  • Waisenpension

Anspruch auf eine Pension besteht bei

  • Eintritt des Versicherungsfalles
    Es gibt folgende Versicherungsfälle:
    Arbeitsunfähigkeit bzw. Erwerbsunfähigkeit, Alter und Tod
    und
  • Erfüllung der Mindestversicherungszeit
    und
  • Erfüllung weiterer Anspruchsvoraussetzungen
    soweit sie für die einzelnen Pensionsleistungen vorgesehen sind.
Seit Jänner 2010 kann auch für einen hinterbliebenen gleichgeschlechtlichen Partner, sofern eine eingetragene Partnerschaft gemäß den Bestimmungen des EPG (Eingetragene Partnerschaft-Gesetz) vorlag, Anspruch auf eine Hinterbliebenenpension (Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen) bestehen. Die Bestimmungen der Witwen(Witwer)pension sind sinngemäß auch auf eingetragene Partner/innen anzuwenden. Nähere Informationen finden Sie rechts unter "Witwen(Witwer)pension".

Witwen- und Witwerpension, hinterbliebene eingetragene Partner

Beachten Sie die Informationen zur Jubiläumszahlung.

Pensionsauszahlung:

Die Pensionen werden monatlich im Nachhinein angewiesen. Zu den Pensionen für April und September gebührt jeweils eine Sonderzahlung.


Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Pensionsversicherungsanstalt oder

Landesstelle Oberösterreich
Terminal Tower, Bahnhofplatz 8
4021 Linz

Telefon 05 03 03
Fax 05 03 03-368 50


E-Mail: pva-lso@pensionsversicherung.at 

Montag bis Freitag von 7.00 bis 15.00 Uhr


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Johann Oberlaber,
06.08.2016, 00:15