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Vorrückung

Derzeit nicht Aktuell!!
Siehe Vorrückungsstichtag und Standpunkt Februar 2015





Aufgrund der Gesetzesnovelle vom 8. Juli 2010 beträgt die Verweildauer in der 1. Gehaltsstufe künftig 5 Jahre.

Die Vorrückung in höhere Bezüge erfolgt gemäß Gehaltsgesetz § 8
alle zwei Jahre (= biennale Vorrückung)

Es gibt für Lehrer/innen insgesamt 17 Gehaltsstufen (bei L1 Stufe 2 bis 18 genannt).
Nach vier in der letzten Gehaltsstufe verbrachten Dienstjahren gebührt der/dem Beamtin/Beamten die Dienstalterszulage.

Die Vorrückung tritt am 1. Jänner oder 1. Juli entsprechend dem Vorrückungsstichtag ein.

Hemmung der Vorrückung durch

  • bescheidmäßige Feststellung, dass die/der Beamtin/Beamte den von ihr/ihm zu erwartenden Arbeitserfolg trotz Ermahnung nicht aufgewiesen hat.

    Dauer:
    Länge des Beurteilungszeitraumes bzw. endet mit einer Versetzung

    Berücksichtigung dieses Hemmungszeitraumes auf Antrag, wenn sich die/der Beamtin/Beamte nach dem Ablauf des Hemmungszeitraumes 3 Jahre tadellos verhalten hat.
  • Antritt eines unbezahlten Karenzurlaubes

    Gilt nicht für Karenzurlaube nach dem Mutterschutzgesetz und dem Väterkarenzgesetz.


Vorrückungsstichtag

aktualisiert: 14.7.10

AKTUELL

Neufestsetzung des Vorrückungsstichtages anlässlich des EuGH-Urteils C-88/08

Österreich war säumig, die EU-Richtlinie, auf deren Grundlage der Fall Hütter zu entscheiden war, umzusetzen.

Am 8. Juli 2010 wurde die Gesetzesnovelle im Nationalrat beschlossen.

Hintergründe: http://www.goed.at/files/877/Info-Vorr_ckungsstichtag-8-7-2010.pdf


November 2014:
Zeiten vor dem 18. Lebensjahr müssen für die Vorrückung berücksichtigt werden


Alte Regelung - gültig bis Juli 2010

Nach Gehaltsgesetz § 12 werden gewisse Zeiten als Vordienstzeiten zur Vorrückung in höhere Gehaltsstufen angerechnet.

Die wichtigsten voll anrechenbaren Vordienstzeiten nach der Vollendung des 18. Lebensjahres sind:

  • Zeit bis zur Ablegung der Reifeprüfung (frühestmöglicher Abschluss nach den schulrechtlichen Vorschriften)
  • Dienstzeiten bei einer inländischen Gebietskörperschaft oder im Lehrberuf an einer inländischen öffentlichen oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schule
  • Präsenz- bzw. Zivildienstzeit
  • Unterrichtspraktikum
  • Hochschulstudienzeit bis zu der in den Studiengesetzen und Studienordnungen vorgesehenen Studiendauer
  • Doktoratsstudium, auch wenn es nicht zu den Ernennungserfordernissen zählt
  • Zeit der vorgeschriebenen facheinschlägigen Berufspraxis nach dem 18. Lebensjahr bzw. nach abgeschlossenem Studium bzw. Berufsausbildung

Von den anderen Vordienstzeiten ab dem 18. Geburtstag werden bis zu 3 Jahre zur Hälfte angerechnet. (Alle Lehrer/innen, die vor dem 1. 5. 1995 in den Bundesdienst eingetreten sind, erhielten diese Vordienstzeiten im ganzen Ausmaß zur Hälfte angerechnet.):

  • Beschäftigung bei einer Gebietskörperschaft
  • Lehrberuf mit weniger als 50% Beschäftigungsausmaß 

Zur Hälfte angerechnete Zeiten:

  • Wenn das Dienstverhältnis vor dem 17.6.1998 begann: Frühere Bundesdienstzeiten, in denen die/der Beamtin/Beamte weniger als halbbeschäftigt war.
    Siehe dazu Erlass: 30.4.2008
  • Anschlusskarenzurlaube (nach Mutterschafts- oder Väterkarenzurlaub) bis Eintritt der Schulpflicht
    sowie Karenzurlaube zur Betreuung behinderter Kinder bis vollendetem 30. Lebensjahr.

Bei der Berechnung des Vorrückungsstichtages wird der so genannte "Überstellungsverlust" nach Gehaltsgesetz § 12 a (4) abgezogen.

Anrechnung für Dienstzeiten im EWR und in der Türkei

Dienstzeiten im EWR = Länder der EU und Norwegen, Island und Liechtenstein
werden ab 7. November 1968 voll angerechnet,

Dienstzeiten in der Türkei ab 1. Jänner 1980.

Formloses Ansuchen war für zurückliegende Zeiten bis 31. Juli 2002 notwendig.

Zeiten, die jetzt anfallen, sofort dem Dienstgeber melden.

Berücksichtigung bestimmter in den 10 neuen EU-Ländern zurückgelegter Zeiten

Erlass: A2-113/1-05 vom 23.05.2005

Zeiten, die nach dem 7. November 1968 in den 10 neuen EU-Ländern zurückgelegt worden sind, können berücksichtigt werden:

  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Malta
  • Polen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Zypern

Eine Verbesserung des Vorrückungsstichtages sowie sich daraus ableitende Besoldungsansprüche werden rückwirkend mit Beginn des Dienstverhältnisses, frühestens jedoch mit 1. Mai 2004 (Beitritt der angeführten Länder zur Europäischen Union) wirksam.

Führt eine rückwirkende Verbesserung des Vorrückungsstichtages zu einer Verbesserung der besoldungsrechtlichen Stellung, ist diese für Bemessungen von Abfertigungen, Jubiläumszuwendungen und Pensionsleistungen maßgebend.

Die Neufestsetzung des Vorrückungsstichtages ist nur über Antrag bis 31. Dezember 2005 durchzuführen.

Diesbezügliche Unterlagen (beglaubigte Übersetzungen) sind vorzulegen.

Antragsberechtigt sind weiters bei Zutreffen der Voraussetzungen auch ehemalige Beamte und Vertragsbedienstete und Personen, denen als Angehörige oder Hinterbliebene ein Versorgungsanspruch zusteht.