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Fahrtkostenzuschuss/Pendlerpauschale

Pendlerpauschale

Grundsätzlich sind die Fahrtkosten für den Arbeitsweg mit dem Verkehrsabsetzbetrag von € 291,00 abgegolten, der mit der Lohnabrechung automatisch berücksichtigt wird. Zusätzlich können ArbeitnehmerInnen unter bestimmten Voraussetzungen aber auch das kleine oder das große Pendlerpauschale und auch einen "Pendlereuro" geltend machen. Dabei kommt es unter anderem auf die Entfernung des Wohnorts zur Arbeit und die verfügbaren Verkehrsmittel an.

Ab 2016 geht der Arbeitnehmerabsetzbetrag im Verkehrsabsetzbetrag auf und beträgt dann € 400,00 pro Jahr

Erhöhter Verkehrsabsetzbetrag ab 2016
Ab 2016 gilt bei Anspruch auf ein Pendlerpauschale gemäß § 16 Abs. 1 Z 6, dass der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag 690 Euro beträgt, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen 12.200 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigt. Der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag vermindert sich zwischen Einkommen von 12.200 Euro und 13.000 Euro gleichmäßig einschleifend auf 400 Euro.
Der Verkehrsabsetzbetrag kann vom Arbeitgeber berücksichtigt werden oder wird im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt.

Pendlerrechner

Ab 2014 ist ausschließlich das Ergebnis des Pendlerrechners ausschlaggebend, ob Sie Anspruch auf ein Pendlerpauschale und den Pendlereuro haben, und wenn ja, in welcher Höhe. Das Ergebnis ist grundsätzlich rechtsverbindlich.
Das Ergebnis des Pendlerrechners ist vorzulegen.

Das kleine Pendlerpauschale

Das kleine Pendlerpauschale steht jenen zu, bei denen der Arbeitsplatz ohne Rundung mindestens 20 km von der Wohnung entfernt liegt, und die Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist. Die Wegstrecke bemisst sich nach den Tarifkilometern des öffentlichen Verkehrsmittels. Hierbei ist die schnellste Verbindung mit dem öffentlichen Verkehrsmittel und eine optimale Kombination mit dem Individualverkehr (z. B.: Park and Ride) zu unterstellen. Es ist jedoch nicht von Bedeutung, ob Sie tatsächlich einen PKW zur Verfügung haben oder Sie die schnellste Verbindung nutzen.

Es beträgt bei einer einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte monatlich / jährlich:
  • mindestens 20 bis 40 km € 58,00 / € 696,00
  • mehr als 40 km € 113,00 / € 1.356,00
  • mehr als 60 km € 168,00 / € 2.016,00 .

Das große Pendlerpauschale

Das große Pendlerpauschale steht jenen zu, bei denen der Arbeitsplatz ohne Rundung zumindest 2 km von der Wohnung entfernt liegt und während des Zeitraums, für den das Einkommen ausbezahlt wird, die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend unzumutbar ist.
Das ist dann der Fall,
  • wenn es entweder für mehr als die Hälfte des Arbeitsweges kein öffentliches Verkehrsmittel gibt.
  • wenn man für eine Wegstrecke mit dem öffentlichen Verkehrsmittel mehr als 60 Minuten braucht, aber nicht mehr als 120 Minuten, ist die entfernungsabhängige Höchstdauer zu berechnen. Diese beträgt 60 Minuten plus eine Minute pro Kilometer der Wegstrecke. Übersteigt diese Summe 120 Minuten, ist das öffentliche Verkehrsmittel unzumutbar.
  • wenn die Fahrtdauer mit dem öffentlichen Verkehrsmittel mehr als 120 Minuten beträgt.
  • wenn man eine starke Gehbehinderung von mindestens 50 % hat, blind oder schwerst sehbehindert ist.
Die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels ist auf jeden Fall zumutbar, wenn die Wegzeit für die einfache Wegstrecke nicht mehr als 60 Minuten beträgt.

Es beträgt bei einer einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte monatlich / jährlich:
  • mindestens 2 km € 31,00 / € 372,00
  • mehr als 20 bis 40 km € 123,00 / € 1.476,00
  • mehr als 40 bis 60 km € 214,00 / € 2.568,00
  • mehr als 60 km  € 306,00 / € 3.672,00

Fahrtdauer

Die Fahrtdauer ist die Summe aus:
  • Wegzeit von der Wohnung bis zur Einstiegstelle des öffentlichen Verkehrsmittels
  • Fahrtdauer des öffentlichen Verkehrsmittels (es ist vom schnellsten auszugehen, z.B. U-Bahn statt Bus)
  • Wartezeiten beim Umsteigen
  • Wegzeit von der Ausstiegstelle zum Arbeitsplatz
  • Wartezeit auf den Arbeitsbeginn (bei Gleitzeit muss man den Arbeitsbeginn bzw. das Arbeitsende auf die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmitteln anpassen)
Bei der Heimfahrt wird in umgekehrter Reihenfolge gerechnet

Pendlereuro

Wer einen Anspruch auf das Pendlerpauschale hat, kann sich zusätzlich einmal im Jahr (!) einen Euro pro Kilometer des Hin- und Retour-Arbeitsweges von der Steuer abziehen lassen.

Verbesserung bei geringem Einkommen

Wer die Voraussetzungen für Pendlerpauschale und Pendlereuro erfüllt, aber keine Lohnsteuer zahlt, erhält einen Pendlerzuschlag. So kann die Negativsteuer bis zu 400 € betragen, die das Finanzamt über die ArbeitnehmerInnenveranlagung ausbezahlt.


Regelungen für den Lehrberuf
Die entsprechenden Bestimmungen sind im Bundesgesetzblatt vom 19. September 2013 
(Pendlerverordnung) geregelt. 
 
Wie ist der Arbeitsbeginn bzw. das Arbeitsende für Lehrerinnen und Lehrer definiert? 
 
Im § 211 BDG werden die lehramtlichen Pflichten geregelt: „Der Lehrer ist zur Erteilung regelmäßigen 
Unterrichtes (Lehrverpflichtung) sowie zur genauen Erfüllung der sonstigen aus seiner lehramtlichen 
Stellung sich ergebenden Obliegenheiten verpflichtet und hat die vorgeschriebene Unterrichtszeit 
einzuhalten.“ 
Daher ist davon auszugehen, dass die im Pendlerrechner vorgeschriebene Eingabe:  „Arbeitsbeginn – 
Arbeitsende“ nicht mit der Unterrichtszeit gleichzusetzen ist. Eine entsprechende Arbeitszeit vor und 
nach der Unterrichtszeit ist daher zu berücksichtigen und muss im Falle einer Prüfung durch das 
Finanzamt auch plausibel erklärt werden können.  
 
Welcher Arbeitstag ist zu wählen, wenn die Unterrichtszeit (Unterrichtsbeginn/Unterrichtsende) 
während des Monats unterschiedlich ist? 
 
Sind die zeitlichen Umstände der Erbringung der Arbeitsleistung während des gesamten 
Kalendermonats nicht im Wesentlichen gleich, ist jene Entfernung maßgebend, die im Kalendermonat 
überwiegend zurückgelegt wird.  

Vgl: Information der AK über Pendlerpauschale neu

Pendlerpauschale - Infos auf help.gv.at

Fragen zum Pendlerrechner (bmf.gv.at)

Stand: 8.2016


Fahrtkostenzuschuss (§ 20b Abs. 2 des Gehaltsgesetzes 1956 (GehG))



Fahrtkostenzuschuss je vollen Kalendermonat, wenn öffentliches Verkehrsmittel nicht zugemutet werden kann:

2 km bis 20 km            €  10,14
über 20 km bis 40 km   €  40,23
über 40 km bis 60 km   €  70,02
über 60 km                  € 100,00

wenn öffentliches Verkehrsmittel zugemutet werden kann:

20 km bis 40 km          €  18,63
40 km bis 60 km          €  36,84
über 60 km                  €  55,08 

Der Anspruch auf Fahrtkostenzuschuss ergibt sich durch den Anspruch auf Pendlerpauschale. 
Es braucht daher nur noch den Antrag auf Pendlerpauschale. 

Unterricht nach Stundenplan muss an mindestens 3 Tagen erteilt werden, da in einem Kalendermonat die Strecke mehr als 10 mal gefahren werden muss.


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Ingrid Haslinger,
30.11.2016, 14:18
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Ingrid Haslinger,
24.01.2017, 09:05